Die Zeit läuft, der Mensch hinkt

Erstellt: 26.07.2007 02:27

In der heutigen modernen und schnellebigen Zeit stehen viele vor derselben Frage: Wo verschwindet meine Zeit nur hin?
Man steht früh morgens auf, geht zur Arbeit, kommt spät abends wieder nachhause. So läuft das tagtäglich und die Jahre schwinden. Jedes Jahr scheint schneller vorbei zu sein als das vorangegangene.

Viele mögen sich jetzt vielleicht an ihre Kinderjahre zurück erinnern. Damals als die Zeit noch ewig zu sein schien. Doch was war damals in der frühen Kindheit eigentlich anders wie heute? Eines wird wohl klar sein, man hatte mehr Zeit für sich als heute. Aber der stossende Punkt dürfte wohl sein, dass uns Zeit ganz einfach noch kein Begriff war wie heute. Wir warteten vielleicht aufs Christkind und zählten die Adventstage, aber die Zeit ansich war kein Begriff, man glaubte das alles würde sich nie ändern. Das Leben sei konstant.

Jeder kennt das, eine Stunde kommt einem je nach Beschäftigung und Freude nie gleich lang vor. Ging die Zeit früher vielleicht einfach langsamer, weil wir uns der Zeit nicht als konstante Einheit bewusst waren sondern rein als Gefühl?

Sobald wir uns der Zeit als Einheit bewusst wurden, werden wohl viele nurnoch schlechte Erfahrungen damit verbinden. Geht es uns gut, verschwinden sie im Flug, fühlen wir uns schlecht, vergeht sie nie und ähnliche Situationen.
Die vereinheitlichte Zeit werden wir wohl niemals wieder los, das haben wir und vor Generationen aufgehalst und müssen wohl damit leben. Die ganze Wirtschaft hängt heute davon ab. Man kann heute jede Sekunde des Lebens im voraus verplanen.

Doch was können wir tun, damit wir das Gefühl loswerden, dass uns die Zeit nurnoch davonrast?
Ich weiss es nicht. War das früher in der Menschheitsgeschichte mal anders? Ich meine heute hat man ja sogar einen geregelten 8 Stundentag und ein Wochenende. Wie hat man sich in der Steinzeit als Jäger und Sammler gefühlt, als jeder Tag des Lebens war wie der andere? Wir hatten noch nie mehr Freizeit wie heute.
Andererseits war Langweile auch nie verbreiteter als sie heutzutage zu sein scheint. Jeder Mensch sucht heute in der Freizeit seinen ultimativen Kick, weil das normale Berufsleben einfach keine Reize mehr bietet. Rast die Zeit heute, weil wir unseres normalen Lebens meist einfach überdrüssig sind?
Vielleicht können wir den Zug der Zeit anhalten, indem, dass wir unser Berufsleben interessanter gestalten? Aber auch wenn das die Lösung wäre, wie wollen wir die verwirklichen? Sollte man sich fragen, ob einem sein Berufsfeld überhaupt gefällt? Nur das Hobby zum Beruf machen wird sicher keine Lösung sein.
Die endgültige Antwort wird wohl tief vergraben in unserer Psyche sein.

Wer weiss, vielleicht ist Freizeit sogar schädlich für uns, schliesslich haben wir in dieser Zeit, Zeit uns über die eigenen Probleme gedanken zu machen.

Es gibt keine Zeit, die ausserhalb unseres Bewusstseins existiert.

malfa

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