Distributions-Upgrade von Debian Etch (Stable) auf Debian Lenny (Testing)

Erstellt: 12.01.2008 18:10

Eigentlich wollte ich nicht auf Lenny wechseln, aber da in Lenny aktuellere Software im Paketsystem hat, probierte ich es. Es ging eigentlich weniger darum, dass die Software einfach neuer ist, sondern um die damit verbundene bessere Hardware Unterstützung.

So löste sich das Problem, dass das Thinkpad T43 nicht mehr in der korrekten Auflösung aus dem Ruhezustand aufwachte (mit 915 Resolution) von selbst. Da Xorg in der dort vorhandenen Version nun selbst die Mittel mitbringt korrekt zu funktionieren mit dem Intel 915GM. Als angenehmer Nebeneffekt, habe ich nun nicht nur 1400x1050 und 1280x1024 als Auflösung zu Verfügung, sondern direkt ohne Umstände 15 verschiedene.

Die Unterstützung von externen Bildschirmen hat sich ebenfalls verbessert, das Problem mit dem verzogenen Bild am Ausgang, wenn der Laptop eigene und der Externe Bildschirm gleichzeitig betreiben wurden ist verschwunden. Das dritte Problem welches sich löste ist jenes, mit dem ACPI-Daemon. Ohne, dass ich diesen nach dem Hochfahren neu startete, konnte er den Bildschirm des Laptops mit 915Resolution nicht richtig nach dem Aufklappen wieder ansprechen, das Bild war verzogen oder schwarz und man musste den X-Server neu starten.

Da Lenny von sich aus mit dem Kernel 2.6.23 und nicht wie Etch mit dem 2.6.18 Kernel arbeitet löst sich auch das Problem, dass die Wirelessnetwork Pakete (dazu gehört iwconfig) von Etch maximal mit dem Kernel 2.6.20 gut zusammen arbeiten, aber Hotswap am besten mit Kerneln ab 2.6.23 arbeitet.

Soweit meine Erfahrung. Nun den Weg wie ich (erfolgreich) Versuchte ein Distributions-Upgrade zu machen. Ich bin mir nicht sicher, ob das der perfekte und richtige Weg ist, aber es funktionierte.

Zuerst schaute ich, dass das aktuelle System auf dem neusten Stand ist:

# apt-get update
# apt-get upgrade

Jetzt wäre ein Backup wichtiger Daten sicherlich sinnvoll.
Nun änderte ich die Etch Einträge in der Datei /etc/apt/sources.list auf testing

Alte Einträge:

deb http://mirror.switch.ch/ftp/mirror/debian/ etch main contrib non-free
deb-src http://mirror.switch.ch/ftp/mirror/debian/ etch main contrib non-free

deb http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free

deb http://mirror.home-dn.net/debian-multimedia/ etch main

Neue Einträge

deb http://mirror.switch.ch/ftp/mirror/debian/ testing main contrib non-free
deb-src http://mirror.switch.ch/ftp/mirror/debian/ testing main contrib non-free

deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free

deb http://mirror.home-dn.net/debian-multimedia/ testing main

Nachher führte ich das eigentliche Distributions-Upgrade durch:

# apt-get dist-upgrade

Dies geht recht lange und es werden je nach System einige hundert Megabyte Daten herunter geladen. Bei mir waren es etwa 350-700Mb ich habe nicht ganz aufgepasst wie viele.

Es kann sein, dass das Dist-Upgrade abbricht wegen zuwenig Speicherplatz in /var/cache/apt/archives/ dies liegt daran, dass die deinstallierten Pakete dort hinterlegt werden. In diesem Fall einfach

# apt-get clean

...ausführen und das Dist-Upgrade neu starten:

# apt-get dist-upgrade

Am ende kann man das System nochmals auf den aktuellen Stand bringen:

# apt-get update
# apt-get upgrade

Ansich wäre es das schon gewesen, man hat nun den Kernel 2.6.23 installiert welcher die normale Standardkonfiguration hat und spätestens nach dem Neustart des Systems begrüsst einem Gnome 2.20.

Die für das Kernel-Compilen notwendigen Pakete mussten neu installiert werden.

Viel Glück sich freut

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Kommentare

Klaus:

24.06.2008 13:22

Danke für die Anleitung. War die am leichten verständlichste, die ich im Netz gefunden habe.

Habe ich auch so gemacht und hat (soweit ich das bis jetzt beurteilen kann) funktioniert.

Eine Sache habe ich anders gemacht: Ich habe "etch" nicht durch "testing" ersetzt sondern durch "lenny".

Danke.

Gruß,
Klaus

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