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Grub reparieren, installieren

Erstellt: 03.05.2008 13:28

Wenn man hin und wieder das eine oder andere kleine Experiment auf seinem Computer vornimmt, wie testweise ein neues Betriebssystem zu installieren, kann es passieren, dass man seinen Bootmanager Grub vernichtet. cool ist

Mit der Hilfe einer Live-CD, ich nutzte hier die von Ubuntu, kann man relativ einfach Grub wiederherstellen. Ich gehe hier davon aus, dass Grub auf der Live-CD installiert ist, wie es bei Ubuntu und anderen der Fall ist. Falls nicht holt man sich das Paket Grub mit dem passenden Paketmanager nach dem Booten.

Sobald die Live-CD gebootet ist (Man achtet auf die Bootreihenfolge im BIOS) startet man eine Konsole.
Um das Arbeitet zu vereinfachen holt man sich root-Rechte. Auf der Ubuntu-Live-CD geschieht das mit:

$ sudo -s

Wer seine Festplatte mit den Partitionen nicht auswendig kennt, kann sie mit:

# fdisk -l /dev/sda

... nachschauen, ich gehe ab hier davon aus, dass das System mit Grub auf /dev/sda liegt, dies muss man natürlich auf sich anpassen. Eventuell liegt die Schwierigkeit hier die Partitionen den Mountpunkten richtig zuzuordnen. Ein Indiz dabei ist die Grösse. Ein weiterer Hinweis kann die Datei /etc/fstab geben auf der root-Partition des eigenen Systems.

Bei mir sieht die Zuordnung folgend aus:
/dev/sda7 ist /
/dev/sda8 ist /usr
/dev/sda9 ist /var

Die Mountpunkte /home und /tmp sind nicht wichtig. Sollte man /boot oder andere wichtige Verzeichnisse auf eigenen Partitionen haben sowie Unterverzeichnisse von /usr oder /var diese eventuell auch Mounten.
Ein bisschen ungewohnt muss man den Filesystemtyp auf jeden Fall mitgeben.
Zuerst mountet man nun seine wichtigen Partitionen nach (z.B.) /mnt.
Hier sind das /, /usr und /var, danach gegebenen Falles noch andere, wie oben erläutert wurde.

# mount -t ext3 /dev/sda7 /mnt
# mount -t ext3 /dev/sda8 /mnt/usr
# mount -t ext3 /dev/sda9 /mnt/var

Nun mountet man seine restliche Systemumgebung nach /mnt:

# mount -t proc proc /mnt/proc
# mount -t sysfs sys /mnt/sys
# mount -o bind /dev /mnt/dev

Konnte alles erfolgreich gemountet werden, hat man seine aktuelle Installation im Verzeichnis /mnt.
Mit chroot (change root) setzt man man sein aktuelles root-Verzeichnis der Live-CD auf /mnt:

# chroot /mnt /bin/bash

Jetzt lässt sich Grub auf sein Laufwerk neu installieren:

# grub-install /dev/sda

Ist dies erfolgreich beendet die ganze Umgebung noch sauber verlassen:

# cd /
# umount -a
# exit
# cd /
# umount -a
# reboot

Nach dem Reboot ist Grub wieder wie neu sich freut



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Hintergrundbild im GRUB-Bootmanager (Bootsplash)

Erstellt: 13.01.2008 02:56

Der öde blau/schwarz/weisse Bootmanager Grub, lässt sich mit wenig Aufwand um ein Hintergrundbild und ein paar Farben aufwerten.

Hinweis: Diese Anleitung funktioniert nichtmehr ab Grub 2.0!

Was man als erstes braucht ist ein Bild, klar. Es sollte von sich aus schon nicht allzuviele Farbübergänge und Farben haben, denn wir müssen das Bild auf gerade Mal 14 Farben reduzieren und eine Auflösung von 640x480.
Das ganze muss in das "X PixMap" Bildformat. Das sind Bilder im ASCII-Format.

Nun zur Tat, verkleinern, Farben reduzieren, konvertieren, komprimieren:

Entweder man nutzt einfach die Konsole:

Dazu holt man sich erst ein kleines Paket für Bildbearbeitung (wenn man das nicht schon hat), so kann man auf lästige komplizierte Graphikprogramme verzichten:

# apt-get install imagemagick

Danach das Bild bearbeiten:

$ convert -resize 640x480 -colors 14 /bildpfad/bild.jpg image.xpm

Oder alternativ kann man auch Gimp benutzen:

Bild>Bild Skalieren Breite:640 Höhe:480
Bid>Modus>Indiziert.. Maximale Anzahl Farben: 14
Speichern mit der Endung xpm

Als nächstes das neue Bild komprimieren:

$ gzip image.xpm

Man erhält die Datei /bildpfad/image.xpm.gz

Das Bild ist nun fertig, jetzt kann man es in den Grub-Ordner kopieren:

# cp /bildpfad/image.xpm.gz /boot/grub/

Nun sollte man noch in der Datei /boot/grub/menu.lst folgende Zeile hinzufügen:

splashimage=(hd0,1)/boot/grub/image.xpm.gz

Das 0 hier im Beispiel steht für die Festplatte, die 1 für die Partition. Diese beiden Zahlen, müssen auf die Platte und Partition verweisen, wo sich auch das Bild befindet. Wenn man sich nicht sicher ist, schaut man am einfachsten in der Datei /boot/grub/menu.lst nach. Hier finden sich die Kernel welche gebootet werden können. Nimmt man hier die Werte hinter root, liegt man ziemlich sicher richtig. zwinkert

title		Debian GNU/Linux, kernel 2.6.22
root (hd0,1)
kernel /boot/vmlinuz-2.6.2[...]

Fertig sich freut
Beim Rebooten kann man sich jetzt des neuen Bildes erfreuen. lacht

Sollte man nun Schwierigkeiten haben die Menueinträge in Grub zu lesen, weil die Farbe der Schrift und die des Bildes zu ähnlich sind, kann man dies auch noch ändern. Dazu Fügt man unter die hinzugefügte Zeile "splashimage.." noch folgende zwei Zeilen hinzu:

foreground ffffff
background 8b0000

foreground ist die Farbe der Schrift und des Rahmens, background die Farbe des Schattens der Schrift und des ausgewählten Eintrages. Der Wert dahinter, ist die Farbe im hexadezimalen Format.

Ganz Fertig cool ist



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